
Funktion in ihrem gemütlichsten Kleid
Es muss nicht immer nur eines sein.

„Wenn man den Wohnraum freispielen möchte, sind Architekturmöbel ideal.”
Tobias Petri & Sven Petzold
Die hell geseiften Eichenholzdielen für den Bodenbelag waren deshalb schnell entschieden, sie erfüllen die Anforderung hundertprozentig. Die Gestaltung der Wohnküche stellte sich als komplizierter heraus. Offen sollte sie sein, dennoch nicht vollständig einsehbar, die Wege kurz, die Anmutung heimelig und doch repräsentativ. „Die Lösung waren zwei Architekturmöbel“, erläutert die Innenarchitektin. „Ein erster direkt an die Wand anschließender Kubus mit Stauraummöglichkeiten und extra Spüle sowie ein zweiter, der den Wohnraum zoniert und multifunktional ist.“ Er beherbergt kompakt Fernseher, Hi-Fi-Anlage, Haustechnik & Co., die sonst einzeln im Wohnraum verstreut stünden und von dem Ausblick ins Grüne ablenken würden. Seine dunkle Nussbaumholzpaneelierung sorgt darüber hinaus für Behaglichkeit, was vor allem im Winter viel wert ist, wenn die Baumkronen vor den Panoramafenstern kahl sind und der Himmel grau. Weil der Kniff mit den Architekturmöbeln im Wohnraum so gut funktionierte, wiederholten ihn die Experten von Holzrausch gleich zweimal in diesem Apartment: einmal im Elterntrakt, in dem das Durchgangszimmer mit raumhohen textilbespannten Einbauschränken Wohnlichkeit erfährt. Und einmal zwischen Garderobe und Entree, wo eine Paneelwand mit verspiegelten Fugen eingezogen wurde. Sie versteckt alles, was hinter ihr liegt, spiegelt, was vor ihr liegt, und rhythmisiert den Raum. Mit dem flauschigen Teppich, tiefen Sessel und der Kunst an den Wänden hat der Eingangsbereich in diesem Apartment fast Saloncharakter – und würde der Ausblick im Wohnzimmer nicht so locken, man würde hier öfters verweilen.
