
Aus zwei mach eins plus!
Ein Umbau, der Licht, Raum und Industrieästhetik miteinander vereint.

„Die Auseinandersetzung mit der Familie und wie diese mit der Familie und wie diese in Zukunft leben möchte, in Zukunft leben möchte, hat geholfen, das Projekt hat geholfen, das Projekt zu entwickeln.”

Christopher Sitzler
Der Standort könnte nicht besser sein. Mitten in Berlin-Kreuzberg, auf einem ehemaligen Industriegelände, geht der Blick einerseits aus den Fenstern der Wohneinheiten in den belebten Innenhof, andererseits in einen privaten, ruhigen Patio. Im Inneren war allerdings noch Luft nach oben, was die pittoreske Anmutung anging. „Es handelte sich ursprünglich um zwei Wohnungen auf jeweils drei Etagen, die zusammengelegt und für die vierköpfige Bauherrenfamilie nutzbar gemacht werden sollten. Der neue Gemeinschaftsbereich aus Wohnen, Kochen und Essen und Galerie erlaubt jetzt ein Durchwohnen mit zweiseitiger Belichtung. Außerdem war der alte Innenausbau zeitgeistig aus den Neunzigerjahren und hatte leider keine Bezüge auf die Historie genommen. Das wollten wir ändern“, fasst Architekt Christopher Sitzler die umfangreichen Umbaumaßnahmen zusammen. Tatsächlich bestand eine der Problemstellungen darin, Licht ins Innere zu bringen. Die unterschiedlichen Schlafräume an den Fenstern zu organisieren und dabei schöne und großzügige Gemeinschaftsbereiche zu erhalten, war daher eine echte Herausforderung bei der Grundrissplanung. Stilistisch gelang dem Gestalter mit traditionellen Schlosserarbeiten, dem fugenlosen Gussboden sowie den im Verband verlegten grünen und roten Fliesen im Bad eine optisch adäquate Brücke zur authentisch erhaltenen Fassade der historischen Industriearchitektur. „Ein Konzept, welches noch in Jahrzehnten in Verbindung mit dem Gebäude verstanden wird“, ist sich der Architekt sicher. Bei der Einrichtung der Räumlichkeiten zeigte sich der Planer flexibel und konzentrierte sich mehr darauf, den perfekten Rahmen für das Familienleben zu schaffen, als diesen auch gleich zu füllen. „Die Eigentümer hatten schließlich ihre eigenen geliebten Möbelstücke, die wieder in der Wohnung stehen sollten. Gute Architektur benötigt für mich keine kuratierten Möbel, sondern verträgt eine freie Einrichtung durch die Bewohner“, so sein Credo. Und siehe da – das Ergebnis gibt ihm in jeder Hinsicht recht!

