New York Spirit in Mainhatten

"Tapeten sind ein großartiges räumliches Instrument."

PurPur GmbH
60311 Frankfurt am Main
Deutschland

Galerie

An Buntheit ist das Frankfurter Bahnhofsviertel kaum zu übertreffen. Rotlichtbars, Szenerestaurants, Hedgefondsbüros – hier liegt alles dicht beieinander, alles scheint möglich. Genau dieser Spirit lockte auch eine junge schwedische Familie. „Über den Dächern von Frankfurt“ wollten sie wohnen, statt am Rand der Stadt. Betritt man nun ihr Penthouse, heißt einen ein schwarzweißes Entree willkommen mit Boden im Marmor-Look, goldenen Details und Blick auf die Skyline von Frankfurt. „Wie in der Empfangshalle eines Luxushotels“, erläutern Katrin von Mallinckrodt und Maud Winkler-Momberger, die mit ihrem Büro PurPur mit der Innenraumgestaltung dieses Objektes beauftragt wurden. Der zu einem linearen Muster verlegte Boden führt wie ein Laufsteg durch den Flur, vorbei an Kinderzimmern und Hauswirtschaftsräumen bis in den offenen Wohnraum. Eine Stufe hoch und man ist angekommen im Herzen dieses Zuhauses: links eine behagliche Lounge-Ecke mit petrolfarbenem Samtsofa, rechts die offene Küche und vor einem der Blick in den Dschungel – zumindest wirkt es so. Eine raumhohe Panoramatapete ziert die Wand hinter dem runden Esstisch. Sie zieht mit sprudelndem Wasserfall, üppigem Blattwerk und schroffem Felsmassiv alle Blicke auf sich, bricht mit dem strengen Schwarz-Weiß-Thema des Flures und verströmt ein luxuriöses Weltenbummler-Gefühl. „Wir arbeiten wahnsinnig gerne mit Tapeten“, sagen Katrin von Mallinckrodt und Maud Winkler-Momberger. „Tapeten können einfach unvergleichbar gut Emotionen transportieren.“ Um das zu verstehen, muss man nur in das Gästebad dieses Penthouses gehen. Hier fühlt man sich sofort wie in einem begehbaren Aquarium. Fische schwimmen durch ein Korallenriff scheinbar geradewegs auf den Besucher zu. Ein Bullaugenartiger Spiegel hängt an der Wand, eine Kristallleuchte belichtet die Inszenierung. Alles andere als eine Inszenierung sollte hingegen die Küche sein. „Die Familie wünschte sich einen lebendigen Ort“, erinnern sich die Interior Designerinnen. Gestalterisch hieß das: ein zentraler Arbeitsblock, verschiedene Hölzer, die auf Feinsteinzeug, Messingeinsätze und Glas treffen – und natürlich der freie Blick hinaus auf die Hinterhöfe der Stadt.